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BorakVet

Arthroskopie – Schulter

Gelenkspiegelung
Lesedauer: 2 Minuten

Hintergrund

Schultergelenk Erkrankungen können in angeborene und erworbene Krankheiten aufgeteilt werden. Von den angeborenen Erkrankungen sehen wir in unserer Praxis am häufigsten die sogenannte OCD. OCD steht für Osteochondrosis dissecans, was „abgesonderter Knochen- und Knorpelteil“ übersetzt bedeutet. OCD betrifft beim Hund neben dem Schultergelenk auch den Ellbogen, Knie, Sprunggelenk, Kreuzbein.

 

Erworbene Schultererkrankungen entstehen durch akute Verletzungen (Sturz, Schlag) oder durch chronische Überbelastung. Am häufigsten sehen wir die erkrankte Bizepssehne.

Symptome/ Beschwerden

Schulterlahmheit ist wie die meisten Gelenkslahmheiten nach der Ruhephase mehr auffällig. Steifer Gang, Probleme beim Aufstehen und Hinlegen gehören oft dazu. Komplette Entlastung der Pfote ist selten zu sehen, außer bei akuten Ausriss der Bizepssehne oder Frakturen.

Diagnose

Aufgrund orthopädischer Untersuchung lässt sich das betroffene Gelenk lokalisieren und, je nach dem, wo die Empfindlichkeit am stärksten ausgeprägt ist, auch vermuten welche Strukturen im Gelenk betroffen sind. Sicherung der Diagnose erfolgt weiters je nach Fall mittels Untersuchungen in Narkose, Röntgen, Ultraschall, CT, MRT oder Arthroskopie.

Operation

Vorteile der Arthroskopie sind vielseitig. Erstens ist das weniger Trauma für die Kapsel und umliegenden Geweben (Haut, Faszien, Muskel) im Vergleich zu offenem Gelenkszugang.

 

Durch die Kamera mit Vergrößerung und Spülung lassen sich die Gelenkstrukturen viel besser beurteilen. Für die meiste Interventionen ist das Arbeiten im Gelenk genauer und leichter.

 

Schlussendlich, Dokumentation des diagnostisch- chirurgischen Verfahrens spricht auch für Arthroskopie.

 

OCD-Fragment wird unter Sicht mobilisiert und im Ganzen oder zerkleinert rausgenommen. Knorpel- und Knochendefekt am Oberarm wird kürettiert und bis zum gesunden Knochen aufgefrischt.

 

Erkrankte Bizepssehne wird an ihrem Ursprung mit einer feinen Klinge durchtrennt.

Nachsorge

Durch minimalinvasive Zugänge (1 bis 3 kleine Schnitte, je 4-5 mm) ist die Wundheilung vereinfacht. Trotzdem sollen die Tiere nicht an der Naht lecken. (Halskragen für 10-14 Tage!)

 

In der Regel brauchen die Patienten nach der Arthroskopie 8 bis 12 Wochen Schonung und kontrollierte Belastung (Leinenpflicht, keinen Freilauf, Physiotherapie).

 

Termine für die Wundkontrolle und Nahtentfernung werden bei der Entlassung besprochen.

 

Bei eventuellen Fragen stehen wir dem Tierbesitzer stets gerne zur Verfügung.

Kontakt aufnehmen

Wir sind gerne für Sie und Ihr Tier da!