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BorakVet

Ablatio (TECA – Total Ear Canal Ablatio)

Entfernung des äußeren Gehörgangs
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Hintergrund

Chronische, durch konservative Therapie, nicht kontrollierbare Entzündung des äußeren Gehörgangs kann zu seiner Vernarbung und Einengung führen. Durch die Eiteransammlung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Ausdehnung der Entzündung in das Mittelohr und Innenohr. Ausgedehnte Tumoren und nicht reparierbare Verletzungen (Bisswunde, stumpfes Trauma) sind weitere Indikationen für die Entfernung des äußeren Gehörgangs.

Symptome/ Beschwerden

  • Schmerzen
  • Kratzen
  • übler Geruch
  • schmutzige Ohren
  • Kopfschütteln
  • Kopfschiefhaltung
  • Gleichgewichtsprobleme

Diagnose

Die Ohren sind sehr empfindlich und, wenn entzündet, so schmerzhaft, dass für eine aussagekräftige Untersuchung eine Sedierung notwendig ist. Routinemäßig kontrollieren wir mittels Röntgen ob knöcherne Strukturen mitbetroffen sind. Bei Bedarf werden CT oder MRT-Untersuchung auch eingeleitet.

Operation

Der Schnitt erfolgt am Übergang zwischen äußeren Gehörgang und breiten Teil der Ohrmuschel. Gehörgang wird in die Tiefe vorsichtig (wegen dem Nervus facialis und Blutungsgefahr) befreit und bei seinem Ansatz am Schädelknochen abgesetzt. Je nach Mitbetroffenheit des Mittelohrs, wird die knöcherne Öffnung mehr oder weniger erweitert, um dessen Reinigung und Heilung zu erleichtern. Bakteriologische und beim Verdacht auf Tumor histopathologischen Proben werden genommen und die Wunde mehrschichtig vernäht.

Nachsorge

Kontrolle des Gesichtsnervs (Nervus facialis) nach dem Aufwachen. Multimodale Schmerztherapie für mehrere Tage. Kontrolle der eventuell eingesetzten Drainage und deren Entfernung nach paar Tagen.

Termine für die Wundkontrollen und Nahtentfernung werden bei der Entlassung besprochen.

 

Bei eventuellen Fragen stehen wir dem Tierbesitzer stets gerne zur Verfügung.

Kontakt aufnehmen

Wir sind gerne für Sie und Ihr Tier da!