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Arylknorpellateralisation – Larynxparalyse

(Kehlkopflähmung)
Lesedauer: 2 Minuten

Hintergrund

Die Öffnung zur Luftröhre (Kehlkopf) wird normalerweise beim Einatmen aktiv erweitert. Bei Hunden und Katzen mit Kehlkopflähmung funktionieren die Muskeln, die normalerweise den Kehlkopf öffnen, nicht richtig. Kehlkopfseitenwände gehen nicht auseinander – vielmehr werden sie in die Öffnung gesogen oder in schweren Fällen zugezogen. Dies führt zu verstärkten Atemgeräuschen beim Einatmen bis zu Erstickungsanfällen aufgrund mangelnder Sauerstoffversorgung. Larynxparalyse kommt vor allem bei älteren Hunden größeren Rassen vor, aber kleinere Hunderassen und ältere Katzen können auch betroffen werden.

Symptome/ Beschwerden

Die frühen Anzeichen einer Kehlkopflähmung können sehr subtil sein.
Tierbesitzer berichten von:

  • Härte in dem Keuchen.
  • Verstärktes Keuchen oder Keuchen, wenn es kühl und ruhig ist.
  • Ein heiseres oder kratzend klingendes Bellen.
  • Hunde scheinen bei Aktivitäten wie Spaziergängen leichter müde zu werden.
  • Zunehmende Beschwerden an wärmeren Tagen und mehr Anstrengung.

Diagnose

Nach der klinisch- neurologischer Untersuchung und mit Verdacht auf Kehlkopflähmung werden bei uns folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Bluttests (Blutchemie, Hämatologie, Schilddrüse).
  • Röntgenaufnahmen des Kehlkopfs, der Luftröhre und des Brustkorbs.
  • Untersuchung des Kehlkopfs in Sedierung.

Operation

Nach der Bestätigung der Diagnose empfehlen wir die chirurgische Versorgung mit sogenannter Arylknorpel – Lateralisation Methode.
Bei diesem Verfahren wird eine Naht verwendet, um eine Seite des Kehlkopfes dauerhaft zu öffnen. Der Schnitt ist auf einer Seite des Halses nur 5–10 cm lang, und nach dem Aufwachen aus der Narkose geht es den meisten Patienten gleich besser. Wegen der postoperativen Schwellung erkennt man den vollen Effekt der Operation nach 2 bis 3 Wochen.

Nachsorge

Wegen Irritation des oberen Halsbereichs und Gefahr einer Aspiration (Verschlucken) sind folgende Vorsichtsmaßnahmen zu empfehlen.

  • Ein Brustgeschirr statt eines Halsbandes lebenslang benutzen.
  • Minimiere das Bellen und Spiel mit anderen Hunden für 6 Wochen.
  • Erste Woche die Mahlzeiten zu Fleischbällchen formen.
  • Bevorzugen einer erhöhten Futterstation.
  • Schwimmen vermeiden oder eine Schwimmweste benutzen.
  • Übergewichtige Tiere sollen abnehmen.
  • Termine für die Wundkontrolle und Nahtentfernung werden bei der Entlassung besprochen.

Bei eventuellen Fragen stehen wir dem Tierbesitzer stets gerne zur Verfügung.

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Wir sind gerne für Sie und Ihr Tier da!