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Kreuzbandriss (TPLO)

Lesedauer: 2 Minuten

Häufigste Symptome

Plötzliche, starke Lahmheit mit fehlender oder tippender Belastung der Hinterpfote ist vor allem bei akuter oder kompletter Ruptur des vorderen Kreuzbandes (Kreuzbandriss) zu sehen.
Bei chronischem, partiellen Kreuzbandriss berichten die meisten Besitzer von einem „Auf“ und „Ab“ der Lahmheit-Symptomen. Nach der Ruhephase ist die Lahmheit zuerst stärker ausgeprägt, dann gehen die Hunde etwas besser. Nach längeren Aktivitäten wird die Entlastung wieder auffälliger. Genauso tageweise oder wochenweise kommt immer wieder vor, dass die Symptome weniger oder mehr ausgeprägt sind.

Spezifisches Sitzen auf der Seite (positiver Sitz-Test) kann auch ein Hinweis für die Schonung des betroffenen Hinterbeins sein.

Bei der orthopädischen Untersuchung untersuchen wir das gesamte Hinterbein und den Rücken des Patienten. Schmerzhafte Extension (Streckschmerz) des Kniegelenks, Schubladenphänomen bei komplettem Kreuzbandriss, Gelenkfüllung, medial buttress usw. sind weitere Hinweise für das Vorhandensein eines Kreuzbandschadens.
Der sogenannte Meniskusklick kann bei bestimmten Meniskusverletzungen hörbar sein.

Die vermutete Diagnose wird röntgenologisch bestätigt (Gelenkfüllung, Schublade/Subluxation, typische Muster der Arthrose) und nur in seltenen Fällen ist aufwändigere Diagnostik zusätzlich notwendig (MRT, Arthroskopie, Gelenkpunktion).

Hintergrund

Kreuzbandriss (Ruptur des vorderen Kreuzbandes) ist eine der häufigsten Ursachen für die Hinterbeinlahmheit beim Hund. Anders als bei Menschen, wo meistens ein akutes Trauma (Sturz, Sportverletzung) der Auslöser ist, steckt beim Hund in den meisten Fällen eine chronische degenerative Veränderung der Kreuzbandfasern dahinter. Anfangs lassen einzelne Fasern nach. Es kommt zu Entzündung im Kniegelenk mit minimaler Instabilität und weniger ausgeprägten Beschwerden. Wenn solche Patienten noch in dieser Phase nicht operiert werden, früher oder später (Wochen oder Monate) kommt durch das Nachlassen der restlichen Kreuzbandfasern zu einem kompletten Kreuzbandriss und Verschlechterung des Gangbildes.
Bei der Katze ist die traumatische Variante vom Kreuzbandriss etwas häufiger als beim Hund, obwohl man bei vielen Katzen auch die chronischen Veränderungen im Kniegelenk feststellen kann.

Operation

Als Operationsmethode der Wahl für Hunde und Katzen aller Größen hat sich bei uns die sogenannte TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomy) Operation etabliert. Diese Methode ermöglicht dynamische Stabilisation und ist auch nach eventueller Entfernung der Implantate unverändert wirksam.

 

Bei Kleinen Hunden und Katzen unter 5kg ist das sogenannte seitliche Halteband, oder Fadenzügel eine weitere Option für die Versorgung der Ruptur des vorderen Kreuzbandes.

 

Ruptur des hinteren Kreuzbandes ist viel seltener und fast ausschließlich traumatisch bedingt. Chirurgische Versorgung mittels extraartikulärem Bandersatz ist bei erfolgloser konservativer Therapie oder ausgeprägter Instabilität (hintere Schublade) indiziert.

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